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Mit der neuen Ostpolitik von Willy Brandt ließen die beiden deutschen Teilstaaten Anfang der 70er Jahre erstmals auf ihrem Territorium Stützpunkte des jeweiligen Gegners zu und erstrebten eine Verständigung. Zwar gab es keine richtigen Botschaften, aber immerhin Vertretungen, die sich um die Belange hilfesuchender Bürger, um Häftlinge in den Gefängnissen, um Politikerreisen, die Journalistenbetreuung oder den Kulturaustausch kümmerten. Die praktischen Alltagsfragen reichten vom grenzüberschreitenden Erbschafts- oder Vormundschaftsfall bis hin zum entflogenen Papageien oder Fundsachen aus den Transitzügen. Immer wieder versuchten auch Flüchtlinge über die bundesdeutsche Vertretung in Ost-Berlin ihre Ausreise zu erzwingen. Jacqueline Boysen rekonstruiert die Geschichte dieser ganz besonderen diplomatischen Vertretung anhand von Zeitzeugengesprächen und Archivmaterialien aus dem Auswärtigen Amt, dem Kanzleramt und dem Bundesarchiv sowie aus den Hinterlassenschaften des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR.
Der Geschichte der "politischen Relaisstation zwischen Ost und West" und des "administrativen Arms" der Bundesregierung im seit 1961 eingemauerten Teil Deutschlands geht Jacqueline Boysen in ihrer sehr informativen und durch viele Zeitzeugen-Zitate auch unterhaltsamen Studie nach." (FAZ, 2010)
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Autorenportrait:
Jacqueline Boysen: Jahrgang 1965; Studium der Fachrichtung Geschichte und Russisch in Hamburg, Wien und Bordeaux; nach Volontariat beim Deutschlandfunk fünf Jahre Deutschlandradio-Landeskorrespondentin in Mecklenburg-Vorpommern; seit 2005 als Kulturkorrespondentin im Hauptstadtstudio des Deutschlandradio.
Aktuelles
-->Ab September 2009 präsentiert sich der Christoph Links Verlag in einer Sonderschau mit einer großen Auswahl aus seiner Produktion in unserer Buchhandlung. In loser Folge stellen wir in diesem Rahmen Titel des Christoph Links Verlages vor:
Sitzler, Susann : Überleben in Zürich . 365 Dinge, die man über diese Stadt wissen sollte . Länderreihe Ch. Links 2010 . 208 S. 978-3-86153-587 16.90 EUR
Nach dem Erfolg von »Grüezi und Willkommen« der Detailblick auf die »größte deutsche Stadt« der SchweizIn keine Stadt der Schweiz ziehen so viele Deutsche wie nach Zürich. Doch sie stellen fest, dass die Stadt und die Zürcher anders sind als erwartet. Ihnen bietet Susann Sitzler viele Tipps und praktische Hintergrundinformationen zum Eingewöhnen. Man erfährt nicht nur, was es mit den »Züri-Segg« auf sich hat, sondern liest auch, wo man die Einheimischen kennenlernt und wie man die Stadt genießt, wenn man noch keinen Freundeskreis aufgebaut hat.